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Ansturm auf Schlägel und Eisenturnier

12.01.2004 10:59 - Von: Angelka Abts

In nur vier Jahren hat sich das Bochumer Schlägel und Eisen Turnier als stärkstes A-Jugend-Turnier in NRW etabliert. Über 260 Fechterinnen und Fechter aus sieben Landesverbänden und drei Nationen kreuzten ihre Klingen in den Sporthallen der Erich-Kästner-Schule.

Mit einem derartigen Ansturm hatten die Organisatoren nicht gerechnet. 50% mehr Starter als im Vorjahr standen in Bochum auf der Planche, dabei war das Turnier auch schon 2003 das Größte in der Region. "Im errenflorettwettbewerb mussten wir schon eine Warteliste führen, weil wir mehr Meldungen hatten, als wir an einem Tag unterbringen konnten", resümierten die Organisatoren.

 

Und das Turnier gehörte nicht nur von der Starterzahl zur absoluten Spitze, auch die Qualität der Starter war hervorragend. Mehrere Fechterinnen und Fechter, die auf der Weltrangliste oder an der Spitze der Deutschen Rangliste platziert sind, traten an, neben Westfalen wertete auch noch Bremen das Turnier für ihre Landesranglisten.

 

In angenehmer Athmosphäre verlief das Turnier. Viele Trainer und Vereinsvorsitzende lobten die gute Organisation. "Bis zum nächsten Jahr", hörten die VfLer häufig zum Abschied.

 

Aber nicht nur das Turnier gehörte zur Spitze, auch die Starter des VfL Bochum brillierten und übertrafen die Erwartungen bei weitem.

"Wir hatten zwar auf eine Medaille gehofft, aber dass es in diesem Feld gleich zweimal Silber gibt, hätte ich nicht geglaubt", freute sich VfL-Vorsitzender Peter Abts.

 

Die beiden Aushängeschilder des VfL Bochum, Katharina Ellersiek und Fabian Herzberg, zeigten eine hervorragende Leistung - aber auch die anderen VfLer wuchsen über sich hinaus, so dass der VfL als erfolgreichster westfälischer Verein das Turnier abschließen konnte.

 

Fabian Herzberg passierte Vorrunde und 64er Direktausscheidung - auch eine Premiere für Westfalen - ohne größere Probleme und qualifizierte sich unter den 73 Florettisten für das 8er Finale. Dort unterlag er dem späteren Turniersieger Maxim Gryschenko (Russland) und belegte einen hervorragenden achten Platz.

 

Und obwohl Fabian am Samstag bereits elf Stunden auf der Planche gestanden hat, wollte er am Sonntag auch im Degenwettbewerb antreten und stand um 08:30 Uhr wieder in der Halle. Er qualifizierte sich auch hier für das 8er Finale und traf auf Felix Göhner (Quernheimer FC), den Führenden der Landesrangliste. Mit 15:11 setzte er sich durch und erreichte das Halbfinale. Hier besiegte er die Nummer 2 der Rangliste, Max Heidelbach vom DFB-Fechtinternat in Bonn, mit 15:12. Im Finale unterlag er dann Tobias Feddersen (TSV Bayer Leverkusen) und konnte sich über die Silbermedaille freuen.

Katharina Ellersiek ging im Damenflorett an der Start. Ohne Niederlage absolvierte auch sie die Vorrunde und zog als Nummer 2 in die 32er Direktausscheidung ein. In ihrem ersten Direktausscheidungsgefecht gegen Isabella Caspari (TV Bigge-Olsberg) knickte Katharina direkt bei ersten Treffer um und musste bandagiert werden. Trotz großer Schmerzen setzte sie sich 15:2 durch. Auch in den nachfolgenden Gefechten biß sie sich durch und erreichte das 8er Finale und siegte. Im Halbfinale traf Katharina auf Jessica Mamok aus Steinfurt. Lange Zeit konnte Katharina die Oberhand behalten, doch Jessica Mamok konnte Katharinas eingeschränkte Beweglichkeit ausnutzen und auf 14:14 aufholen. Zum Schluss gelang es Katharina aber doch, den Angriff der amtierenden Deutschen Meisterin zu parieren und den Siegtreffer zu setzen.

Im Finale ging es dann gegen Roxanne Merkl, Nr. 7 der Deutschen Rangliste. In dem sehr spannenden Gefecht übernahm mal Roxanne Merkl, mal Katharina die Führung, doch am Ende musste sie sich doch mit 15:13 geschlagen geben.

 

Nach der Siegerehrung, bei der Katharina die Silbermedaille im Sitzen entgegen nehmen musste, ging es sofort ins Krankenhaus. Nach derzeitigem Stand hat Katharina sich einen Bänderriss zugezogen, bis zu den Deutschen Meisterschaften wird sie aber hoffentlich wieder fit sein. Durch ihren Sieg über Jessica Mamok konnte Katharina auch die Führung in der Landesrangliste wieder übernehmen.

 

Felix Droß konnte sich im Herrenflorett-Wettberb bis auf Platz 14 vorkämpfen, dort wurde er, wie später auch Fabian, von dem Turniersieger Gryschenko gestoppt. Martin Aguilar-Duran konnte seine Leistung kontinuierlich von Turnier zu Turnier steigern, diesmal sogar die Nr. 1 der Landesrangliste und Nr. 8 der Deutschen Rangliste Klas Kossel aus Steinfurt aus dem Wettbewerb werfen und sich Platz 16 im Herrenflorett-Classement sichern.

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