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Jahresrückblick 2007

31.12.2007 15:06 - Von: Peter und Marcel Abts

Das Jahr 2007 war für den Fecht-Club im VfL Bochum eines der erfolgreichsten in der 80jährigen Vereinsgeschichte.

Lexow, Trainer German, Ellersiek, Herzberg, Aguilar-Duran

Nachwuchs in Lauerstellung

Gleich auf fünf Landesranglisten konnte man auf dem 1. Platz den VfL Bochum lesen, zwei 2. Plätze kamen noch dazu. Auch auf der deutschen Ranglisten fand sich der VfL sechs Mal unter den wichtigen ersten zwölf wieder ? denn nur die ersten zwölf deutschen Fechter dürfen an Auslands-Weltcups teilnehmen.

Dass natürlich auch Bochumer in die Nationalmannschaft und die Länderauswahl berufen wurden, ist da natürlich abzusehen. Allen voran gelang Fabian Herzberg die Berufung in den C-Kader, der U20-Nationalmannschaft mit dem Degen. Auch mit dem Florett hätte es für eine Kaderberufung gereicht, aber nach den Richtlinien des Verbandes kann jeder Athlet nur in einer Waffe gefördert werden. Aber mit Martin Aguilar-Duran und Katharina Ellersiek gelangten noch zwei weitere Athleten in den D/C-Kader ? einer gemeinsamen Auswahl des Bundes- und Landesverbands als Vorstufe zur Nationalmannschaft. Die jüngere Friederike Lexow erreichte den höchsten Landeskader (D4).

Bei den Deutschen Meisterschaften erreichte Fabian Herzberg bei den Aktiven ? der höchsten Altersklasse ? das Viertelfinale, Friederike Lexow errang mit der Mannschaft für ihren Landesverband die Silbermedaille bei der A-Jugend (U17).

Bei den Landesmeisterschaften zeigten sich die Spitzenfechter des VfL gewohnt souverän. Fabian Herzberg konnte gleich vier Goldmedaillen (Florett und Degen im Einzel und mit der Mannschaft) in Empfang nehmen, Martin Aguilar-Duran errang ebenfalls Mannschaftsgold zusammen mit Fabian, und mit Silber im Einzel sorgte er dafür, dass gleich zwei VfLer ganz oben auf dem Treppchen standen. Friederike Lexow errang ebenfalls einen Meistertitel mit der Mannschaft. Aber auch die Jüngsten konnten die starke Nachwuchsarbeit beim VfL unter Beweis stellen. Tabea Engelmann war im Damenflorett nicht zu schlagen und errang Gold mit beeindruckend hohen Ergebnissen, Dominik Schoppa sicherte sich den Titel bei den Herren.

Das Top-Team der VfLer zeigte sich dabei im ganzen Jahr im In- und Ausland konstant leistungsstark. Für Fabian Herzberg hatte das Jahr dabei gar nicht mal so gut begonnen. Mit dem letzten Turnier im Jahr 2006 rutschte er in der Deutschen Rangliste auf Platz 15 ab und war so für die anstehenden Weltcups nicht mehr qualifiziert. Es mussten Punkte bei nationalen Turnieren her, vor allem in der höheren Aktivenklasse ? denn für die schwereren Turniere, bei denen man sich auch mit der A-Nationalmannschaft messen muss, gibt es mehr Punkte. Fabian legte sich ins Zeug und trat abwechselnd mit dem Florett und dem Degen an ? und dies mit Erfolg. Sein Durchbruch im Degen kam, als er beim internationalen Degen-Pokal um den ?Weißen Bären von Berlin? - einem der traditionsreichsten Degenturniere der Welt ? einen beachtlichen 18. Platz errang und bei den Deutschen Aktiven-Meisterschaften in Tauberbischofsheim sich bis ins Viertelfinale vor kämpfen konnte. Die Berufung in die Nationalmannschaft war dem jungen Bochumer damit sicher ? und er bestätigte die Entscheidung des DFB-Präsidiums auch gleich beim international renommierten ?Allstar-Cup? in Reutlingen, wo er unter 190 Teilnehmern als bester Junior den 11. Platz belegte. Dieser Erfolg brachte ihm nicht nur Platz 3 auf der Deutschen Junioren-Rangliste, sondern auch Platz 10 auf der Aktivenrangliste, was dem 19jährigen auch die Qualifikation für Weltcup-Turniere sichert und auch die Aktiven-Nationalmannschaft und den Start bei den Grand-Prix-Turnieren in greifbare Nähe rückt.

Ähnlich verlief es im Florett: sofort mit Beginn der neuen Saison trumpfte Fabian auf und belegte beim nationalen Junioren-Turnier in Mosbach den 2. Platz, der ihn weit in der Rangliste nach vorn brachte. Zum Abschluss des Jahres machte sich Fabian selbst das größte, etwas verfrühte Weihnachtsgeschenk, als er am 16. Dezember beim Junioren-Weltcup ?Steinfurter Schloss? im eigenen Landesverband das Viertelfinale und damit Platz 8 erreichte. Auch im Florett ist Fabian die Nummer 3 der Deutschen Ranglisten und ist somit der einzige deutsche Spitzenathlet, der in gleich zwei Waffen (Florett und Degen) auf der nationalen Ranglisten erscheint ? und dann noch dermaßen hoch.

Martin Aguilar-Duran konnte sein bestes Ergebnis mit dem Erreichen der Finalrunde beim nationalen Turnier in Mosbach sowie mit dem 5. Platz beim Junioren-Weltcup in Luxemburg mit dem Florett erkämpfen. Leider wird Luxemburg nicht für die Deutsche Rangliste gewertet, aber immerhin nimmt Martin in der Weltrangliste nun einen Platz unter den ersten 60 ein.

Katharina Ellersiek zog sich im März einen Bänderriss am linken Fußgelenk zu, weshalb sie an einigen wichtigen Turnieren nicht teilnehmen konnte. So bestritt sie ihr erstes Turnier nach der Verletzung noch gehandikapt und mit einigem Trainingsrückstand beim nationalen Juniorenturnier in Donauwörth und konnte dort nur Platz 20 erreichen, was für die 19jährige Bochumerin sehr enttäuschend war. Sie biss jedoch die Zähne zusammen und kämpfte sich im Laufe des Jahres wieder an die Spitze heran und bei der Deutschen Meisterschaft der Junioren war sie mit dem erreichten 10. Platz halbwegs zufrieden.

Friederike Lexow laborierte auch an einem Bänderriss in der linken Schulter, den sie sich im März beim Badminton in der Schule zugezogen hatte. Die Verletzungspause warf sie in der Rangliste zurück. Während die A-Jugendmeisterschaften noch zu früh an ihre Pause anschlossen, was sich im enttäuschenden 20. Platz niederschlug, gab ihr dennoch der 2. Platz mit der Mannschaft genug Auftrieb für die kommenden Herausforderungen. Bei der Juniorenmeisterschaft lief es schon besser, denn Platz 18 bei der höheren Altersklasse ist eine zufriedenstellende Leistung, und beim nationalen A-Jugend-Turnier in Solingen zeigte Friederike wieder ihr Können mit dem Degen und konnte wieder das Treppchen erklimmen und die Bronze-Medaille in Empfang nehmen. Auch das internationale Degenturnier in Heidenheim, das mit 227 Teilnehmern aus 14 Nationen Weltcup-Charakter hatte, war für Friederike mit dem 16. Platz ein Schritt nach vorn, der sie wieder an die nationale Spitzengruppe aufschließen ließ.

Auch im Nachwuchsbereich konnten die jungen Athleten des VfL beachtliche Erfolge verbuchen. Tabea Engelmann blieb über Monate ungeschlagen und gewann ein Schülerturnier nach dem Anderen. Insgesamt hat die 11jährige Fechterin bereits 49 Turniere besucht, wovon sie 44 gewinnen konnte ? auch im Ausland. Die 12jährige Farina Bauer siegte gleich bei ihrem ersten Turnier in der neuen B-Jugend-Altersklasse (Quernheim) und in der höheren A-Jugend-Klasse gelang ihr gleich ihr Debüt mit einem beachtlichen 9. Platz. Dominik Schoppa konnte ebenfalls einige Turniere gewinnen. Piet Hoffschlag gewann sein erstes Turnier in Duisburg beim dortigen Nikolausturnier, Julien Andrew siegte erstmalig in Erkrath bei den Klingenspielen, Linus Plötz sicherte sich Gold in Solingen. Die sehr guten Ergebnisse beim Nachwuchs - vor allem aber auch die Leistungsdichte bei den Herren im Jahrgang 1996, wo gleich mehrere Fechter Top-Platzierungen errangen, lässt für die Zukunft hoffen, dass der eine oder andere in die Fußstapfen der Top-Fechter des VfL treten kann.

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27/28.02.2016: A-Jugend

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